Sayed Al-Safi: Wir sind ein altruistisches Volk, Opfer wurde eingeprägt und unserem Blut beigemischt

Bei der Eröffnungsfeier der 4. Ausgabe des Festivals zur Fatwa zur heiligen Abwehr am Donnerstag den 23. Shawal 1440 / 27. Juni 2019 mit dem Motto (Ihr seid unser Stolz und Ehre, unser Ruhm, gegenüber andere Nationen) hat der geistige Bevollmächtigte der heiligen Abbassitischen Stätte Sayed Ahmad Al-Safi folgende Rede gehalten:

„Zuerst bevor ich anfange, möchte ich Ihnen mitteilen, dass ihre Anwesenheit heute eine Bestätigung sei, möge Gott Sie reichlich belohnen. Sie tragen dazu bei die Erinnerung aufrecht zu erhalten, damit die kommenden Generationen sich an die Taten ihre Väter erinnern können.“

„ Wenn wir einen schnellen Überblick durch unsere Geschichte machen, müssen wir an einigen Stellen halt machen, manche diese Stellen zeigen, dass Recht nicht immer akzeptiert wird, er findet großen Widerstand. Die Geschichte der Propheten –Friede sei mit ihnen- ist voller Beispiele vom Leiden, das denen von ihren Nationen zugefügt wurde. Wir glauben aber daran, dass die Propheten nichts weltliches anstrebten. Deren Hauptziel war den Menschen deren Menschlichkeit klar zu machen und die Anbetung Gottes, damit sie so geschmiedet werden, dass sie friedlich leben, und deren Mitmenschen nicht schaden, aber das eigene Recht anfordern. Trotz dessen wurden die Propheten mit großem Widerstand begegnet. Dies hat sich bis heute fortgeführt.“

„Die Geschichte gibt uns aber auch manchmal Recht, vor allem wenn man die Probleme, die uns heimgesucht haben sieht. Die die Widerstand geleistet haben, und die Flagge der Gerechtigkeit gehisst haben, und zum Beispiel geschrieben haben, wussten, dass sie für jedes Wort verantwortlich sind. Nur als Beispiel nenne ich Alama Al-Majlissi –Möge Gott mit ihm zufrieden sein-, der viele Werke geschrieben hat, die die Entgleisungen der Gesellschaft anprangerten. Der Erneuer Sayed Al-Shirazi –Möge Gott mit ihm zufrieden sein- vor mehr als 150 Jahren, als die Nation wirtschaftliche Verlockungen erlitten hatte, hat er sein Zeichen gesetzt.“

„In den letzten Jahren als unser Land und Leute und unsere Heiligtümer heftige Angriffe erlitten haben, und das Land eine Zeit der Schwäche zeigte, und die Behörden nicht rechtzeitig reagiert haben, hat das sogenannte IS ein Stück davon besetzt, sein Ziel war natürlich das gesamte Land umzuwandeln“.

„Bevor ich hier fortfahre, muss ich noch etwas erwähnen: Wenn eine Nation ihren Willen verliert, kann sie sich nicht mehr verteidigen, und der Mensch auch. Manchmal hat aber die Mutlosigkeit keinen Ursprung in der Realität. Es ist eher eine psychische Wahrnehmung, und dieser Zustand ist gefährlich!“

„Kein Zweifel daran, dass das Land diese Phase erlebt hat. Wir haben diese Phase erlebt. Der Feind hatte kurzeitig mit Terror gewonnen, dieser Terror hat diesen Zustand herbeigeführt. Enthauptungen waren an der Tagesordnung und Tabus gebrochen und Heiligtümer wurden angegriffen. Es rechtens, wenn der Mensch die Gelegenheit abwartet, aber es gibt einen großen Unterschied zwischen Angst und Feigheit. Angst ist ein Instinkt, Feigheit aber eine schlechte Angewohnheit. Hier muss die Gesellschaft aufpassen, dass sie ihre Angst nicht mehr kontrolliert, sodass sie sich nicht mehr wehren kann.“

„Gott hatte aber mit dieser Nation etwas anderes vor. Er wollte dass sie zu den Siegernationen aufsteigen kann. Ihre Geschichte mit Blut neuschreiben kann. Hier hat die heilige Stadt Al-Najaf eine wesentliche Rolle gespielt, es ist kein Zufall, dass die Gelehrten dort seit hunderten Jahren in der Nähe von Imam Ali –friede sei mit ihm- benachbart sind. Von ihm schöpfen sie Kraft, Mut, Hoffnung und Stärke aus.“

„Gott hat uns daher mit der hohen geistlichen Führung gesegnet, den sie hat wie ihre vergangenen eine zentrale Rolle gespielt. Sie ist möglicherweise einer der wichtigsten geistlichen Führungen vor allem dieses Jahrhundert. Sie hat der Nation das Vertrauen in ihr selbst mit der Fatwa zur heiligen Abwehr zurückgebracht. Kaum wurde sie verkündet, eilten die jungen Männer an die Front, sie trugen ihre Herzen auf ihren Schildern, und haben dem irakischen Volk den Sieg geschenkt. Diese Geschichte muss mit Buchstaben aus Licht geschrieben werden“.

„Wir hatten eine Befürchtung dabei, und zwar dass die andere Seite unsere Aufopferung diskreditiert, ausnutzt und falsch dokumentiert. Wir sind ein altruistisches Volk, Opfer wurde in unseren Blut eingeprägt und beigemischt. Natürlich geben wir nicht viel Wert auf die geschichtliche Schreibung, aber dieses Erbe müssen wir aus 2 Gründen bewahren. Zuerst um unsere Berechtigung zum Widerstand zu verdeutlichen, und die richtige Geschichtsschreibung für die kommenden Generationen zu hinterlassen. Der Kampf zwischen Gut und Böse ist ein ewiger Kampf. Das Gute ist aufrichtig und ehrlich und das Böse das Gegenteil davon“.

„Unsere Befürchtung von einer Verfälschung der Tatsachen ist berechtigt, und wir tun alles, um dies zu vermeiden. Daher waren wir stetig damit beschäftigt dies zu verhindern, wir haben deswegen die Brüder während der Kampfhandlungen gebeten alles genau zu dokumentieren. Den Verletzten und Überlebenden danken wir und wünschen wir ihnen eine gute Genesung, den Märtyrern zollen wir damit unseren Respekt, den es ist ihr Recht, dass wir uns um diese Aufgabe kümmern. Die Aufgabe ist noch nicht vollständig abgeschlossen, aber wir danken Gott für die bisher erzielten Ergebnisse“.

„Die Enzyklopädie die bald erscheint, soll als die Realität widerspiegeln und als eine aufrichtige Referenz dienen. Der Kampf des Guten gegen den Bösen soll es heißen, besser die Schlacht der Sieger und nicht des besiegten und die Fatwa gegen IS. Die Schlacht des Taffs heißt daher so, Imam Al-Hussein –Friede sei mit ihm- ist ihr Symbol und nicht Yazid. Eine Schlacht die die Geschichte verändert hat. Dies alles ist in den letzten 3 Jahren passiert, gemessen an ihre positiven und tiefgreifenden Auswirkungen ist es eine kurze Zeit. Das Ergebnis ist, dass wir von den Worten vom Sayed uns hin zu einem sauberen Anfang bewegt haben. Nun konnten wir den Irak einen guten Start in eine neue Ära dank die Aufopferung und Eifer der Bevölkerung schenken.“

„ Ich hatte am Anfang meiner Rede gesagt, dass ihre Anwesenheit heute auch eine Art Aufzeichnung sei, Sie setzen die Heldentaten und das Recht der Märtyrer fort, in dem Sie ein lebendes Gedächtnis bilden. Sie zollen den Märtyrer damit ihre Achtung und Respekt, Sie werden ihre Rechte verteidigen können, denn sie haben mit ihrem Blut und Heldentaten (auch wenn manche diese Taten als Übertreibung sehen wollen) neue Fakten geschaffen.“

„Zum Schluss kann ich nur noch für die gesegneten Märtyrer bei der Verteidigung des Landes und der Bevölkerung beten, möge Gott allen Verwundeten und Verletzten eine baldige Genesung schenken, ich trage mir und Ihnen auf, deren Familien zu unterstützen und zu schützen insbesondere deren Kinder, über deren Opfer sind wir sehr stolz, für die lebenden Helden fragen wir Gott ihnen immer den Sieg zu bescheren, und dass sie immer auf der Höhe deren Verantwortung sind, um unser Land und Leute zu beschützen, ich und auch in ihrem Namen bitten wir Gott seine Eminenz unser Anführer „Ayatu Allah Al Udma“ Sayed Ali Al-Husseini Al-Sistani ihm und den anderen geistlichen Anführern ein langes Leben zu schenken, unsere wissenschaftliche, geistliche Hawza und ihren Schülern und Gelehrten zu beschützen“.
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